Wir zeigen am Donnerstag, 15.9 um 19 Uhr (Einlass um 18:30) den Kinofilm “Der Albaner” im „Moviemento“ (Kottbusser Damm 22) .
Eintritt gegen Spende von 2 Euro für die Medizinische Flüchtlingshilfe Berlin.
Im Anschluss diskutieren der Regisseur Johannes Naber, der gesundheitspolitische Sprecher der SPD im Abgeordnetenhaus Thomas Isenberg und ein Vertreter vom Büro für Medizinische Flüchtlingshilfe (angefragt) über den Film und Illegalität in Deutschland.
Filmbeschreibung:
Arben lebt in den Bergen. Mit seinem Vater reist er regelmäßig als Gastarbeiter nach Griechenland, um Geld zu verdienen. Gerade genug, damit die Familie durchkommt. Arbens heimliche Liebe Etleva, die auf einem Hof in der Nähe lebt, wird von ihm schwanger. Doch ihr Vater will zehntausend Euro für die Hochzeit. Er geht nach Deutschland. Aber in Deutschland wartet niemand auf Menschen wie ihn. Er hat kein Visum, ist „illegal“, spricht die Sprache nicht. Hier ist er nur „Der Albaner“.
Um zu überleben, fängt er bei einer Reinigungsfirma an, für drei Euro die Stunde. Alles ändert sich, als er Slatko trifft, der sich eines Tages mit Lungenentzündung in das Abrisshaus schleppt, in dem Arben schläft.
Was ist das Thema des Films? Wie sind Sie darauf gekommen?
Johannes Naber: Das erste Thema ist illegale Immigration. Das zweite Thema, das Land Albanien, seine Menschen und seine Kultur, kam erst später dazu. Ich wollte eine Geschichte über Illegale erzählen. Warum kommen die zu uns nach Deutschland? Was treibt sie an? Wie müssen sie hier leben? Nach seriösen Schätzungen leben im Moment über eine Million Illegale in Deutschland, also Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus. Eine Million Menschen, die arbeiten, essen, leben und sterben, ohne von irgendeiner Statistik erfasst zu werden oder irgendwo registriert zu sein. Und das im überregulierten Deutschland! Diese Menschen unternehmen große Anstrengungen, von uns nicht wahrgenommen zu werden. Und es ist auch so: Niemand nimmt sie wahr. Höchste Zeit also, auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen.




Hallo, ich war heute abend im Moviemento und habe den Film “Der Albaner” gesehen. Er hat mein Herz sehr berührt. Danke auch für die informative Podiumsdiskussion unter der Moderation von Kirsten Flesch mit dem Regisseur und zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern vom Büro für medizinische Flüchtlingshilfe in Berlin. Das hat mich alles sehr nachdenklich gemacht. Menschen leben illegal unter uns, wir begegnen ihnen täglich beim Einkaufen, in der U-Bahn oder irgendwo in Berlin und wir erahnen nicht ihre Hilflosigkeit, ihre Ängste und Zweifel und ihre Wünsche auf ein besseres Leben für sich und ihre Familien. Wir müssen viel mehr lernen mit unserem Herzen zu sehen!
Danke dafür, dass die SPD Rixdorf diesen Abend ermöglicht hat.
Elisabeth Schallopp aus Neukölln