Bereits im Jahr 1737 kamen rund 350 tschechische Einwanderer auf Einladung Friedrich Wilhelm I. nach Rixdorf. Die Böhmen mussten ihre Heimat aus Glaubensgründen verlassen. Sie waren Protestanten und konnten ihre Religion in Böhmen nicht ohne Zwänge frei praktizieren. Auch damals vollzog sich die Migration nicht von heute auf morgen. Die Einwanderer sprachen lange Zeit nur tschechisch. Jedoch wurde zunehmend die deutsche Sprache erlernt. Auch verloren sich mit der Zeit die Grenzen zwischen “Deutsch-Rixdorf” und “Böhmisch-Rixdorf”.
Wer mehr über die Geschichte erfahren möchte, kann sich zur Stadtführung “Das Böhmische Dorf in Neukölln” von Dipl. Politologin Ursula Bach anmelden. Diese findet am Samstag, den 9. April um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist der Betsaal der Bethlehemsgemeinde (Richardstr. 97). Die Führung dauert bis ca. 16.15 Uhr und kostet 3 Euro. Eine Anmeldung bei der VHS (+ 90239-2433 oder www.vhs-neukoelln.de) für die Führung (Kurs: Nk-B001b) ist erforderlich.
Für besonders Interessierte kann ich die Broschüre “Berlin-Neukölln seine Geschichte und Denkmale; Rixdorf” nur empfehlen. Diese ist gegen eine geringe Gebühr im Neuköllner Informationszentrum (NIC) im Neuköllner Rathaus erhältlich.



